Der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen unserer Zeit und wirkt sich auf die Wirtschaft, die Umwelt und die Sicherheit jedes Landes aus. Steigende Temperaturen, Dürren, Überschwemmungen und die Zerstörung von Ökosystemen verändern bereits heute die Spielregeln für Unternehmen, Regierungen und die Gesellschaft insgesamt. Aus diesem Grund sind die jährlichen UN-Klimakonferenzen (Conference of the Parties, COP) zum wichtigsten internationalen Forum geworden, um weitere Maßnahmen der Menschheit im Kampf gegen die globale Erwärmung zu beschließen.
Ergebnisse der COP29: Fokus auf Finanzen und einen gerechten Übergang
Im Jahr 2024 fand die 29. Sitzung der Klimakonferenz (COP29) in Baku (Aserbaidschan) statt und blieb vor allem wegen der Erreichung eines neuen Ziels für die Klimafinanzierung (New Collective Quantified Goal, NCQG) in Erinnerung – dem wichtigsten Ergebnis der dreiwöchigen Verhandlungen. Nach schwierigen Diskussionen einigten sich die Länder auf einen jährlichen Betrag von 300 Milliarden Dollar bis 2035 für Entwicklungsländer, mit dem weiteren Ziel, die Klimafinanzierung auf 1,3 Billionen Dollar zu skalieren. Genau diese Absichten sind in der «Baku to Belém Roadmap» dokumentiert, einem Rahmenfahrplan, der gemeinsam von den Teilnehmern der COP29 (Aserbaidschan) erstellt wurde. Das Hauptziel der Roadmap ist es, eine klare Strategie für die Mobilisierung dieser Mittel zu entwickeln, die nicht nur auf die Reduzierung von Emissionen, sondern auch auf Anpassung, Entwicklung von Klimatechnologien, „grüne“ Energie und die Vermeidung von Verlusten und Schäden ausgerichtet sein sollen.
Für internationale Unternehmen bedeutet es, dass der Zugang zu Finanzmitteln für Projekte in den Bereichen Dekarbonisierung, Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft zwar einfacher wird, aber auch die Anforderungen an die Transparenz der Mittelverwendung strenger werden.
Die Ukraine auf der COP29
Die ukrainische Delegation spielte durch den ukrainischen Pavillon eine aktive Rolle bei der COP29 und präsentierte Initiativen zur Wiederherstellung der Energieinfrastruktur, zur Entwicklung von Wasserstoffprojekten und zur Integration von Unternehmen in die Kohlenstoffmärkte. Für ukrainische Unternehmen ist die Teilnahme an solchen Veranstaltungen nicht nur eine Frage des Prestiges, sondern auch ein Zugang zu internationaler Finanzierung und Partnerschaften, die zum Wiederaufbau des Landes unter Berücksichtigung der Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung beitragen.
Das Team von BDO in der Ukraine nutzte diese Plattform auch, um
- die Zusammenarbeit mit internationalen Finanzorganisationen aufzubauen;
- die Diskussion von Klimafinanzierungsmodellen mit potenziellen Investoren;
- Erfahrungsaustausch mit Vertretern der Regierungen Litauens, Finnlands, Deutschlands und der USA.
Wir unterstützen weiterhin Initiativen zu Dekarbonisierungstechnologien und zur Anpassung von Unternehmen an die europäischen ESG-Anforderungen, um ukrainischen Unternehmen zu helfen, auf internationaler Ebene wettbewerbsfähig zu bleiben..
Neue Herausforderungen nach Baku und Erwartungen der Wirtschaft an die COP30
Die COP29 hat bestätigt, dass der Weg zur Umsetzung des Pariser Abkommens weiterhin schwierig ist. Trotz der Verabschiedung eines Finanzziels sind nicht alle Länder mit den Ergebnissen zufrieden – insbesondere aufgrund des Fehlens klarer Formulierungen zum Verzicht auf fossile Brennstoffe. Nach dem Wandel der politischen Ausrichtung in einigen Staaten befürchtet die Weltgemeinschaft eine Verlangsamung der Energiewende. In Belém, Brasilien, wurde kürzlich die 30. jährliche UNFCCC-Konferenz – COP30 – offiziell eröffnet, die bis zum 21. November 2025 dauern wird. Über 50.000 Teilnehmer aus 198 Ländern sind angereist, um wichtige Themen und Klimafragen zu diskutieren.
COP30 in Belém wird eine Etappe der praktischen Umsetzung der in Baku getroffenen Vereinbarungen sein.
Es wird erwartet, dass die Regierungen Folgendes vorlegen werden:
- aktualisierte national festgelegte Beiträge (NDCs) unter Berücksichtigung der in Baku festgelegten finanziellen Möglichkeiten;
- die ersten Ergebnisse der „Baku to Belém Roadmap” mit einer transparenten Darstellung der Verwendung der Klimamittel durch die Länder;
- klare Standards zur Messung der Fortschritte bei der Anpassung (GGA-Indikatoren);
- eine neue Plattform für Unternehmen im Bereich Klimainvestitionen, die auf Partnerschaften zwischen Staaten und dem privaten Sektor ausgerichtet ist.
Die Wirtschaft kann jedoch nicht auf einen perfekten Konsens warten. Es ist offensichtlich, dass Unternehmen von der COP30 Folgendes erwarten sollten:
- verschärfte Anforderungen an die Berichterstattung über Klimarisiken (TCFD, CSRD, ISSB);
- verstärkte Aufmerksamkeit für Lieferketten und die Bewertung des CO2-Fußabdrucks;
- eine Intensivierung von Projekten zur Reduzierung von Methan und zur Nutzung nicht-kohlenstoffbasierter Energiequellen.
Insbesondere haben bereits während der COP29 25 Länder ihre Absicht bekundet, neue Kohlekraftwerke aus ihren nationalen Klimaplänen zu streichen, was eine neue Wettbewerbsdynamik für Unternehmen schafft, die sich auf „saubere Energie” konzentrieren.
Für die Ukraine ist die Konferenz nicht nur eine Plattform, um die internationale Aufmerksamkeit auf die Folgen der umfassenden Aggression russlands für die Umwelt (insbesondere die Schädigung von mehr als 3 Millionen Hektar Wald) zu lenken, sondern auch eine Gelegenheit, den unumkehrbaren Weg in Richtung EU und nachhaltige Entwicklung zu demonstrieren.
Die Position von BDO in der Ukraine
Die Teilnahme des BDO-Teams in der Ukraine an der Klimakonferenz COP29 in Baku war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung internationaler Partnerschaften im Bereich der nachhaltigen Entwicklung. Für Unternehmen ist dies nicht nur eine Gelegenheit, sich am globalen Dialog zu beteiligen, sondern auch ein Orientierungspunkt für Veränderungen, die die verbindlichen Anforderungen an die Unternehmensberichterstattung und Umweltstrategien in den kommenden Jahren bestimmen werden. Als internationales Unternehmen, das die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung aktiv in seine eigenen Aktivitäten und Beratungsdienstleistungen für Kunden integriert, sieht BDO in der Ukraine seine Mission darin, ukrainische Unternehmen auf ihrem Weg zur ESG-Reife zu unterstützen.
Wir helfen Unternehmen:
- Berichte gemäß CSRD, GRI und ISSB zu erstellen;
- Strategien zur Dekarbonisierung und Anpassung an Klimarisiken zu entwickeln;
- internationale Finanzmittel für Umweltprojekte zu beschaffen.
Die Ergebnisse der COP29 bestätigen: Der Übergang zu einer „grünen Wirtschaft” ist kein Trend mehr, sondern eine Notwendigkeit unserer Zeit. Und diejenigen Unternehmen, die heute handeln, werden morgen einen strategischen Vorteil haben.
Wenden Sie sich an BDO in der Ukraine, um Ihr Unternehmen auf die neuen Klimastandards vorzubereiten. Wir helfen Ihnen dabei, internationale Praktiken der nachhaltigen Entwicklung einzuführen, die ökologische Verantwortung Ihres Unternehmens zu stärken und Zugang zu globalen Finanzierungsmöglichkeiten zu erhalten.
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